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CLEANTECH-STANDORT - MECKLENBURG-VORPOMMERN


Mecklenburg-Vorpommern - aufstrebende Region in Europa


Mit seinem direkten Zugang zum Ostseeraum und einer Küstenlänge von ca. 1.950 Kilometern sowie idealen Infrastrukturanbindung ist Mecklenburg–Vorpommern zu einer der wirtschaftlich aufstrebenden Regionen in Europa geworden. Moderne Häfen mit exzellenten See- und Land-Verkehrsanbindungen sind fest in internationale Transportnetze, insbesondere auf der Nord-Süd-Achse, eingebunden. Diese zukunftsorientierte Logistikinfrastruktur bietet beste Voraussetzungen für alle im- und exportierenden Unternehmen in der Region und darüber hinaus.

Im Bereich der Cleantech-Technologien hat sich Mecklenburg-Vorpommern in den letzten 10 Jahren enorm entwickelt. Dank langfristiger Kooperationen, Partnerschaften und stabiler Netzwerksstrukturen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bestehen im Land ideale Bedingungen für neue Entwicklungen, Investitionen und Wachstum in der Cleantech- Branche. Dadurch konnte ein schneller Fortschritt beim Ausbau der erneuerbaren Energien realisiert werden. Dies zeigen auch die aktuellen statistischen Daten bezüglich der erneuerbaren Stromproduktion in Mecklenburg-Vorpommern.

  2013 2014  
Bruttostromerzeugung in MV 11.161.530 12.631.800 MWh/Jahr
      Aktuell
Stromerzeugung aus EE 6.864.174 7.958.696 63%
      Anteile
Wind 3.688.315 4.944.597 39,1%
Biomasse 2.267.587 1.916.842 15,2%
Solar 853.473 1.051.532 8,3%
Klärgas 47.150 38.258 0,3%
Wasser und Geothermie 7.649 7.467 0,1%
EE = erneuerbare Energie
Quelle: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern Energy Map 2014


Mit einem Anteil von 39 Prozent ist die Windenergie der Hauptpfeiler der Stromversorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Dies gelingt dank der sehr guten geografischen und klimatischen Bedingungen. Die Branche ist heute stark etabliert und wächst weiter. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme im Jahr 2011 des Offshore-Windenergie-Parks "EnBW Baltic 1" liefert seit September 2015 der größte Windpark "EnBW Baltic 2" in der deutschen Ostsee Strom. Allein "Baltic 2" wird jährlich ca. 1.200 GWh Strom bereitstellen. Somit könnten ca. 340.000 Haushalte mit sauberer Energie versorgt werden. Das Land bietet weiterhin enormes Potential für den weiteren Ausbau der Windenergie, besonders in den Offshore Zonen, sowie Möglichkeiten zur Optimierung der bestehenden Onshore-Anlagen.



Auch in den Gebieten der Bioenergie und der Photovoltaik gibt es zahlreiche Projekte. Der Bau von Photovoltaik-Anlagen hat sich zwar seit 2014 etwas abgeschwächt, die Produktion von Solarstrom ist jedoch um weitere 200 Gigawattstunden bzw. ca. 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Mit der Strommenge, die in 2014 in Mecklenburg-Vorpommern aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde, könnte der Strombedarf im Land rein rechnerisch vollständig abgedeckt werden. Nach Berechnungen für 2013 beläuft sich der Strombedarf auf etwa 7 TWh/Jahr. Das Ziel der Bundesregierung, den Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2050 zu mindestens 80 Prozent mit Ökostrom zu decken, ist somit in Mecklenburg-Vorpommern schon erreicht (Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern Sep. 2015).

Nach der Windkraft ist die Biomasse der zweithäufigste regenerative Energieträger.
In diesem Bereich ist ein weiteres Wachstum zu erkennen. 

Im Jahr 2014 wurden an 287 Standorten Biogasanlagen betrieben: 

  • Anlagen zur Erzeugung von Biogas an 250 Standorten 
  • Anlagen zur Aufbereitung von Biogas an 10 Standorten 
  • Biomasseheizkraftwerke an 21 Standorten
  • Anlagen zur Herstellung von Biokraftstoffen an 6 Standorten

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