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CLEANTECH-STANDORT - BRANDENBURG


Moderne Industrie - Rückgrat der Brandenburger Wirtschaft


"Brandenburg ist ein Industrieland und ein Top-Standort für neue industrielle Ansiedlungen", so Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber (Auftakt der "Industriekonferenz 2015" in Cottbus).

Die Brandenburger Industrie kann auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Innovationen waren dabei immer die Triebfeder, um im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Dazu bedarf es einer starken Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft, wie z.B. durch das "Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg" an der BTU Cottbus-Senftenberg, das Kooperationen erleichtern soll.


Brandenburg ist ein attraktiver Standort


Weltweit agierende Unternehmen investieren in Brandenburg. Die Erfolge des gesamten industriellen Sektors liegen im Land selbst begründet – in der hohen Innovationsfähigkeit, dem Qualifikationsniveau der Beschäftigten, der modernen Infrastruktur, der hohen Dichte an Forschungseinrichtungen und nicht zuletzt in der hervorragenden Lebensqualität sowie den günstigen Immobilienpreisen, die Brandenburg für Investoren attraktiv machen.


An vorderster Stelle: Brandenburg ist Cleantech-Region


Berlin-Brandenburg ist eine Pionierregion der Energiewende! Berlin braucht viel Energie. Brandenburg kann viel Energie erzeugen. Gemeinsam werden Technologien und Umsetzungskonzepte entwickelt und erprobt. Durch die Projekte des vom Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg initiierten Konsortiums WindNODE, an dem alle ostdeutschen Bundesländer beteiligt sind, wird im Rahmen des Programms »Schaufenster intelligente Energie« demonstriert, wie Stromerzeugung und -verbrauch permanent optimal aufeinander abgestimmt werden können. Das geht nur durch eine umfassende intelligente Vernetzung, bei der alle Systemteilnehmer über ein »Internet der Energie« miteinander kommunizieren.


Die Erzeugung von Energie aus Biomasse in all ihren Facetten ist eine wichtige Säule der Energiewende, da sie im Gegensatz zur Verfügbarkeit von Wind- und Solarenergie sehr gut
plan- und regelbar ist. Die große Herausforderung besteht darin, die bestehenden Ressourcen und Anlagen noch effektiver zu nutzen. Eine Vielzahl von Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeitet gemeinsam an Lösungen in den Bereichen Agrofor-
stsysteme und Algenforschung sowie Biogas, Biokraftstoffe und Biokohle. Die Aktivitäten des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) zielen u.a. auf die Erforschung der energetischen Nutzung von Biomasse. Mit der Bereitstellung praxis-
orientierter Applikationslabore für Wirtschaftspartner fördert das ATB die Entwicklung landwirtschaftlicher Innovationen bis zur Marktreife.


Mit einer installierten Leistung von rund 5.800 MW ist Brandenburg Windenergieland Nummer 3 in Deutschland (Stand 2015). Die Windturbinen liefern hier aber nicht nur Strom. Sie werden hier auch entwickelt und produziert. Namhafte Hersteller und Zulieferer fertigen beispielsweise Maschinenhäuser, Rotorblätter oder Türme. Am Standort Lauchhammer im Süden Brandenburgs werden seit Mai 2002 Rotorblätter für Vestas-Windenergieanlagen im Megawatt-Bereich gefertigt. Außerdem beschäftigen sich in der Region Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen neben der Forschung an Rotorblättern und Sockelgründungen auch mit innovativen Technologien wie der Höhenwindtechnik. Ziel der Höhenwind-
technologie ist es, insbesondere im Binnenland mit Flugwindanlagen die stärkeren und stabileren Winde in Höhen bis zu 500 m zu nutzen und so erhebliche Effizienzsteigerungen zu erreichen.


Die Hauptstadtregion eignet sich hervorragend, Methoden für die stabile Energieversorgung mit hohem Anteil Erneuerbarer zu erproben. Den Kern hierfür bildet die digitale Vernetzung der Marktteilnehmer. Technologieunternehmen, Stromerzeuger und -abnehmer, Netzbetreiber und Wissenschaftseinrichtungen arbeiten an den notwendigen Konzepten und setzen sie in der Praxis um. Dabei spielen insbesondere die Power-to-Gas- oder die Power-to-Heat-Technologie sowie Batteriespeicher eine wichtige Rolle. In Prenzlau betreibt ENERTRAG das weltweit erste Hybridkraftwerk, das neben Strom und Wärme auch Windgas, also Wasserstoff oder Methan, das aus der Wasserelektrolyse mithilfe von Strom aus Wind- oder Solarenergie, erzeugt. Im September 2014 ging in Schwerin Europas erstes kommerzielles Batteriekraftwerk in Betrieb, das von der Firma Younicos entwickelt wurde. Die vollautomatische Anlage mit 5-Megawatt-Lithium-IonenSpeicher stabilisiert mit einer Kapazität von 5 Megawattstunden kurzfristige Schwankungen der Netzfrequenz mit Regelleistung. Weitere Batteriespeicherprojekte laufen im Solarpark in Alt Daber und im energieautarken Dorf Feldheim in Brandenburg. In diesem kleinen Ortsteil steht der mit 10 MW und einer Kapazität von 6,5 MWh europaweit größte Batteriespeicher für Strom aus Erneuerbaren Energien, der für das Übertragungsnetz Primärregelleistung zur Verfügung stellen oder den Strom in Phasen eines Überangebots aufnehmen kann. Seit 2013 betreibt E.ON in Falkenhagen eine Power-to-Gas-Pilotanlage.


Siemens betreibt ein Brenner-Testzentrum für Gasturbinen – das Clean Energy Center – in Ludwigsfelde. Hier werden Verbrennungsvorgänge in Gasturbinen untersucht und validiert, mit dem Ziel, die Effizienz der Gasturbinen weiter zu erhöhen und ihre Flexibilität im Hinblick auf unterschiedliche flüssige und gasförmige Brennstoffe zu verbessern. Damit verbunden ist die Schaffung neuer, hochqualifizierter Arbeitsplätze und die Stärkung der Kompetenz Brandenburgs und Berlins als führende Energietechnik-Region. Gerade in der Turbinen- und Kraftwerkstechnologie verfügt die Region über besondere Stärken. Auf diesem Gebiet sind unter anderem bereits die AneCom AeroTest GmbH, die FTI-Group und die Florida Turbine Technologies in Wildau tätig. Hinzu kommen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Gesellschaft für Entwicklung und Versuch Adlershof (GEVA), die Bundesanstalt für Materialforschung sowie Hochschulen wie die BTU Cottbus-Senftenberg, die TH Wildau und die TU Berlin mit ihren entsprechenden Kompetenzen.

Mehr Informationen zum Cleantech-Standort Brandenburg erhalten Sie bei unserem CIO-HUB Partner: Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)